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Das richtige Display für EV-Ladestationen auswählen

Jul 31, 2026

Einführung

Effiziente HMI-Konzepte für EV-Ladestationen durch die richtige Display-, Touch- und Systemintegration

Das HMI (Human Machine Interface) ist die zentrale Schnittstelle zwischen Anwender und EV-Ladestation. Ob Ladefortschritt, Benutzerführung, Zahlungsabwicklung oder Systemmeldungen – nahezu alle Interaktionen erfolgen über das Display. Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur übernimmt das Display heute weit mehr als die reine Informationsdarstellung. Es ist ein wesentlicher Faktor für Benutzerfreundlichkeit, Betriebssicherheit und ein durchgängig positives Ladeerlebnis.

Die Auswahl eines geeigneten Displays beschränkt sich längst nicht mehr auf Bildschirmgröße und Auflösung. Ebenso entscheidend sind eine gute Ablesbarkeit bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, zuverlässige Touch-Funktionalität, eine effiziente Systemintegration sowie langfristige Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht die Entwicklung eines intuitiven HMI mit hoher Bedienqualität und dauerhaft stabilem Betrieb.

Dieser Leitfaden erläutert die wichtigsten Aspekte bei der Entwicklung von HMIs für EV-Ladestationen – von der Auswahl des geeigneten Displays und der Integration moderner Touch-Technologien über die optimale Ablesbarkeit im Innen- und Außenbereich bis hin zu Systemarchitektur und langfristiger Produktverfügbarkeit. Darüber hinaus erfahren Sie, wie die TFT-Displays und Smart-Display-Lösungen von WINSTAR Entwickler dabei unterstützen, leistungsfähige, zuverlässige und zukunftssichere HMIs für unterschiedlichste Ladeanwendungen zu realisieren.

How to Choose the Right Display for EV Charging Stations

Inhaltsverzeichnis

 
 

Warum die Entwicklung eines EV-Charger-HMIs mit der Displayauswahl beginnt

Das HMI einer EV-Ladestation muss den gesamten Ladevorgang unterstützen – von der Benutzerauthentifizierung und der Führung beim Anschließen des Ladekabels über die Konfiguration des Ladevorgangs bis hin zu Zahlungsprozessen, Statusanzeigen in Echtzeit und Systemmeldungen. Moderne EV-Ladestationen bieten heute häufig zusätzliche Funktionen wie Mitgliederservices, QR-Code-Zahlungen, RFID-Authentifizierung, dynamische Tarifmodelle und digitale Werbeinhalte. Dadurch steigen sowohl die Menge der anzuzeigenden Informationen als auch die Anforderungen an die Benutzerführung. Die Auswahl des richtigen Displays ist deshalb zu einem zentralen Bestandteil der HMI-Entwicklung geworden und beeinflusst bereits in der frühen Entwicklungsphase das UI-Design, die Systemarchitektur und das gesamte Bedienkonzept.

Ebenso entscheidend ist die spätere Einsatzumgebung. EV-Ladestationen kommen in Parkhäusern, überdachten Ladebereichen oder frei zugänglichen öffentlichen Ladepunkten zum Einsatz und sind dabei sehr unterschiedlichen Lichtverhältnissen, Temperaturen, Luftfeuchtigkeit sowie Nutzungssituationen ausgesetzt. Ein professionell entwickeltes HMI muss sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit eine gute Ablesbarkeit gewährleisten. Gleichzeitig sollte die Touch-Bedienung auch bei Regen, mit Handschuhen oder bei intensiver täglicher Nutzung zuverlässig funktionieren. Werden diese Anforderungen bereits in der Konzeptphase berücksichtigt, lassen sich aufwendige Anpassungen an Deckglas, Hintergrundbeleuchtung, Touch-Abstimmung oder der mechanischen Integration später vermeiden.

Auch die eingesetzte Displaytechnologie hat erheblichen Einfluss auf den Integrationsaufwand sowie die zukünftige Erweiterbarkeit einer Plattform. Ob ein klassisches TFT-Display, ein Smart Display oder eine andere HMI-Architektur die optimale Lösung darstellt, hängt unter anderem von der Leistungsfähigkeit des Prozessors, den verfügbaren GUI-Entwicklungsressourcen, den Kommunikationsschnittstellen und dem Projektzeitplan ab. Statt die Displayauswahl ausschließlich anhand von Hardwarespezifikationen oder Schnittstellen vorzunehmen, sollten Entwickler UI-Anforderungen, Systemarchitektur, Einsatzbedingungen und Produktlebenszyklus als Gesamtkonzept betrachten. Dieser ganzheitliche Ansatz reduziert Integrationsrisiken und schafft zugleich eine flexible Grundlage für zukünftige Funktions- und Produkterweiterungen.

Fünf wichtige Aspekte bei der Entwicklung eines EV-Charger-HMIs

Five Key Considerations for EV Charger HMI Design

1. Displaygröße, Auflösung und UI-Design

Die Auswahl von Displaygröße und Auflösung sollte sich nicht ausschließlich am verfügbaren Platz auf der Frontblende orientieren, sondern in erster Linie an der Benutzeroberfläche und dem Bedienablauf des HMI. Bereits vor der Auswahl des Displays sollte definiert werden, welche Informationen dauerhaft sichtbar sein müssen, welche Inhalte auf mehrere Bildschirmseiten verteilt werden können und ob eine einzelne Benutzeroberfläche Ladezustand, Bedienelemente, QR-Codes, Zahlungsinformationen oder Systemmeldungen gleichzeitig darstellen muss. Erst auf dieser Grundlage lassen sich die optimale Displaygröße, Auflösung und Bildschirmaufteilung für eine benutzerfreundliche HMI bestimmen.

Darüber hinaus sollten Betrachtungsabstand, Lesbarkeit von Schriften und Symbolen, Größe der Touch-Bedienflächen, Seitenverhältnis, mechanische Einbaubedingungen sowie Anforderungen an mehrsprachige Benutzeroberflächen berücksichtigt werden. Ein größeres Display oder eine höhere Auflösung führt nicht automatisch zu einem besseren HMI. Ohne ein durchdachtes UI-Konzept kann eine größere Anzeige den Entwicklungsaufwand erhöhen, leistungsfähigere Prozessoren erfordern, den Energieverbrauch steigern und die GUI-Entwicklung verteuern, ohne die Bedienbarkeit tatsächlich zu verbessern.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl von Displaygröße und Auflösung

Auswahlkriterium Zu bewertende Aspekte
HMI-Funktionen und Informationsdichte Ermitteln Sie die erforderliche Displaygröße und Auflösung anhand der pro Bildschirmseite darzustellenden Informationen, beispielsweise Zahlungsfunktionen, QR-Codes, Mitgliederservices, dynamische Tarife, Werbeinhalte oder mehrsprachige Benutzeroberflächen.
UI-Hierarchie und Bildschirmaufbau Ordnen Sie Ladezustand, Tarifinformationen, Warnmeldungen und Bedienelemente nach einer klaren visuellen Hierarchie an, um eine gute Lesbarkeit sicherzustellen und die Anzeige übersichtlich zu gestalten.
Betrachtungsabstand Stellen Sie sicher, dass Texte, Symbole und numerische Informationen unter Berücksichtigung der Einbauhöhe und des Betrachtungswinkels aus der vorgesehenen Entfernung gut lesbar bleiben.
Layout der Touch-Bedienung Planen Sie ausreichend Platz für Touch-Tasten, Eingabefelder und Bestätigungsdialoge ein, um Fehleingaben zu vermeiden und die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.
Mechanische Konstruktion und Seitenverhältnis Wählen Sie Displaygröße, Seitenverhältnis, Befestigungskonzept und Steckverbinderposition passend zum Gehäusedesign und den mechanischen Anforderungen der Ladestation.
Auflösung und Systemressourcen Die gewählte Auflösung sollte Schriften, Grafiken, QR-Codes und mehrsprachige Benutzeroberflächen optimal unterstützen und gleichzeitig zur Prozessorleistung, den GUI-Ressourcen und der Grafikperformance passen.
 

Auch die Anforderungen an das Display richten sich nach den vorgesehenen HMI-Funktionen. Für einfache Ladeanwendungen genügt häufig die Anzeige von Ladezustand, Energieverbrauch und Tarifinformationen. Erweiterte Systeme mit Touch-Bedienung, QR-Code-Zahlungen oder Benutzerauthentifizierung benötigen dagegen zusätzlichen Bildschirmbereich für interaktive Bedienelemente und eine klare Benutzerführung. Werden darüber hinaus Funktionen wie Mitgliederservices, dynamische Tarifmodelle, digitale Werbeinhalte, Karten oder mehrsprachige Inhalte integriert, sollte auch überprüft werden, ob Prozessor und GUI-Framework die erforderliche Leistung für das gewünschte Bedienkonzept bereitstellen.

Die Auswahl eines geeigneten Displays richtet sich nicht allein nach Bildschirmgröße oder Auflösung. Entscheidend ist ein ausgewogenes Zusammenspiel von UI-Design, Bedienablauf, mechanischen Anforderungen und verfügbaren Systemressourcen, um ein intuitives und zukunftssicheres HMI zu realisieren.

2. Umgebungsbedingungen und HMI-Ablesbarkeit

EV-Ladestationen kommen in unterschiedlichsten Einsatzumgebungen zum Einsatz – von Parkhäusern und überdachten Ladebereichen bis hin zu frei zugänglichen öffentlichen Ladepunkten. Je nach Installationsort unterscheiden sich Lichtverhältnisse, Betrachtungswinkel, Umgebungstemperaturen und Reflexionen auf der Displayoberfläche erheblich. Ein professionell entwickeltes HMI muss deshalb sowohl bei direkter Sonneneinstrahlung als auch bei Nacht eine gute Ablesbarkeit gewährleisten, ohne durch eine übermäßige Displayhelligkeit Blendungen oder visuelle Ermüdung zu verursachen. Eine gleichbleibend gute Sichtbarkeit ist entscheidend, damit Ladeinformationen, Zahlungsfunktionen, Benutzerhinweise und Systemmeldungen unter allen Betriebsbedingungen zuverlässig erfasst werden können.

Die Beurteilung der Display-Ablesbarkeit sollte sich daher nicht ausschließlich an der maximalen Helligkeit orientieren. Ebenso wichtig sind Umgebungslicht, Kontrastverhältnis, Betrachtungswinkel, Deckglas, Oberflächenreflexionen, optische Optimierungen, die Steuerung der Hintergrundbeleuchtung sowie das UI-Design. Erst das abgestimmte Zusammenspiel dieser Faktoren sorgt für ein HMI, das unter wechselnden Lichtverhältnissen komfortabel ablesbar und intuitiv bedienbar bleibt.

Wichtige Kriterien für die Displayauslegung unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen

Einsatzumgebung Typische Herausforderungen Auslegungsempfehlungen
Innenbereiche oder Umgebungen mit geringer Beleuchtung Eine zu hohe Displayhelligkeit kann insbesondere in Tiefgaragen oder bei Nacht Blendungen und eine schnelle Ermüdung der Augen verursachen. Berücksichtigen Sie die minimale Displayhelligkeit, den Dimmbereich der Hintergrundbeleuchtung, Dark-Mode-Konzepte sowie für den Nachtbetrieb optimierte Farbschemata.
Teilweise überdachte Außenbereiche Die Umgebungshelligkeit verändert sich im Tagesverlauf kontinuierlich, wodurch eine feste Helligkeitseinstellung selten optimale Ergebnisse liefert. Verwenden Sie einen Ambient Light Sensor (ALS) mit automatischer Helligkeitsregelung und definieren Sie separate Helligkeitsprofile für den Tag- und Nachtbetrieb.
Direkte Sonneneinstrahlung oder hohe Umgebungshelligkeit Reflexionen und starkes Umgebungslicht reduzieren den Bildkontrast und beeinträchtigen die Ablesbarkeit selbst bei hoher Displayhelligkeit. Bewerten Sie neben der Displayhelligkeit auch Anti-Glare (AG), Anti-Reflective (AR), Optical Bonding, die Lichtdurchlässigkeit des Deckglases sowie Aspekte des Wärmemanagements und der Leistungsaufnahme.
Unterschiedliche Betrachtungspositionen Je nach Betrachtungswinkel können Farbabweichungen oder Kontrastverluste auftreten. Berücksichtigen Sie IPS-Technologie, Einbauwinkel, Montagehöhe und die Ausrichtung der Frontblende, um eine gleichbleibend gute Darstellung sicherzustellen.
 

Umgebungslichtsensoren und intelligente Helligkeitsregelung

Eine dauerhaft feste Hintergrundbeleuchtung ist für EV-Ladestationen im 24/7-Betrieb nur selten die optimale Lösung. Ist die Helligkeit tagsüber zu gering, leidet die Ablesbarkeit. Ist sie nachts zu hoch eingestellt, können Blendungen entstehen und der Bedienkomfort sinken.

Durch die Integration eines Ambient Light Sensors (ALS) kann das HMI die Helligkeit der TFT-Hintergrundbeleuchtung automatisch an die aktuellen Lichtverhältnisse anpassen. Unabhängig davon, ob die Regelung über den Host-MCU oder ein Smart Display erfolgt, verbessert eine automatische Helligkeitsanpassung die Ablesbarkeit am Tag und reduziert gleichzeitig nachts unnötige Helligkeit, Energieverbrauch sowie die thermische Belastung.

Die Helligkeitsregelung erzielt ihre beste Wirkung im Zusammenspiel mit einem durchdachten UI-Konzept. Tag- und Nachtmodi, optimierte Farbpaletten, verbesserte Textkontraste sowie adaptive Benutzeroberflächen tragen dazu bei, auch bei wechselnden Lichtverhältnissen ein konsistentes Bedienerlebnis zu gewährleisten.

Damit häufige Helligkeitsschwankungen den Benutzer nicht beeinträchtigen, sollte die Regelung nicht auf jede kurzfristige Änderung der Umgebungshelligkeit unmittelbar reagieren. Verfahren wie Helligkeitsstufen, definierte Reaktionsverzögerungen, Mittelwertbildung und Hysterese ermöglichen gleichmäßige Übergänge und verhindern unnötige Anpassungen, die beispielsweise durch Fahrzeugscheinwerfer, Schatten oder andere kurzzeitige Lichtquellen verursacht werden.

Optische Technologien für eine bessere HMI-Ablesbarkeit

Neben einer intelligenten Helligkeitsregelung tragen verschiedene Displaytechnologien zusätzlich zu einer besseren Ablesbarkeit in anspruchsvollen Einsatzumgebungen bei:

  • IPS Wide Viewing Angle: Sorgt für eine gleichbleibende Farbdarstellung und einen hohen Kontrast auch bei großen Betrachtungswinkeln und verbessert so die Ablesbarkeit für unterschiedliche Benutzerpositionen.
  • Anti-Glare (AG): Reduziert Blendungen durch Umgebungslicht und erhält gleichzeitig eine hohe Bildqualität.
  • Anti-Reflective (AR): Verringert Reflexionen auf dem Deckglas und verbessert die Ablesbarkeit bei hoher Umgebungshelligkeit.
  • Optical Bonding: Reduziert interne Reflexionen zwischen Display und Deckglas und verbessert dadurch Kontrast sowie Ablesbarkeit im Außenbereich.


Eine dauerhaft gute HMI-Ablesbarkeit lässt sich nicht allein durch ein besonders helles Display erreichen. Erst das Zusammenspiel aus intelligenter Helligkeitsregelung, optischer Optimierung und einem durchdachten UI-Design sorgt für eine komfortable und zuverlässige Bedienung unter unterschiedlichsten Einsatzbedingungen.

3. Touch-Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Touchscreens sind heute die bevorzugte Bedienoberfläche moderner EV-Ladestationen. Sie ermöglichen das Starten und Beenden von Ladevorgängen, die Benutzerauthentifizierung, Zahlungsprozesse, die Anzeige des Ladefortschritts sowie die Interaktion mit Systemmeldungen. Mit dem wachsenden Funktionsumfang moderner Ladesysteme gewinnt die Touch-Bedienung zunehmend an Bedeutung für das HMI-Design. Eine benutzerfreundliche und reaktionsschnelle Bedienoberfläche erfordert dabei weit mehr als die Auswahl der passenden Touch-Technologie – ebenso wichtig sind ein durchdachter Bedienablauf, eine übersichtliche Benutzeroberfläche sowie die Anpassung an reale Einsatzbedingungen.

Ein professionell entwickeltes HMI ermöglicht es dem Benutzer, alle Arbeitsschritte schnell, sicher und mit möglichst wenigen Fehlbedienungen auszuführen. Neben einer präzisen Touch-Erkennung sollten Entwickler daher auch die Größe der Bedienelemente, das Layout der Benutzeroberfläche, den Bedienablauf, Bestätigungsmechanismen, die Bedienung mit Handschuhen sowie die Nutzbarkeit im Außenbereich berücksichtigen. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren sorgt für eine konsistente und zuverlässige Bedienung in unterschiedlichsten Ladeszenarien.

Öffentliche EV-Ladestationen sind darüber hinaus Regen, Staub, Temperaturschwankungen und einer intensiven täglichen Nutzung ausgesetzt. Die Touch-Lösung muss deshalb nicht nur eine hohe Eingabegenauigkeit bieten, sondern auch die erforderliche Robustheit und Langzeitzuverlässigkeit gewährleisten, um Wartungsaufwand zu reduzieren und einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb sicherzustellen.

Wichtige Kriterien für die Auslegung der Touch-Bedienung

Auswahlkriterium Zu bewertende Aspekte
Benutzerrückmeldung Visuelle Rückmeldungen wie Bildschirmübergänge, Fortschrittsanzeigen, Animationen oder Statusmeldungen sollten Benutzeraktionen unmittelbar bestätigen.
Bedienablauf Reduzieren Sie die Anzahl der Interaktionsschritte für häufig genutzte Funktionen und verwenden Sie Bestätigungsdialoge für sicherheitsrelevante Aktionen wie das Beenden eines Ladevorgangs oder den Abbruch einer Zahlung.
Layout der Benutzeroberfläche Dimensionieren und positionieren Sie Touch-Bedienelemente mit ausreichendem Abstand, um Fehlbedienungen insbesondere im Außeneinsatz zu vermeiden.
Touch-Technologie Prüfen Sie, ob Projected Capacitive Touch (PCAP) hinsichtlich Reaktionsgeschwindigkeit, Präzision und Multi-Touch-Unterstützung den Anforderungen der Anwendung entspricht.
Bedienung mit Handschuhen Berücksichtigen Sie die Unterstützung der Handschuhbedienung, wenn Benutzer die Ladestation mit Arbeits- oder Winterhandschuhen bedienen.
Nasse Einsatzbedingungen Für Außenanwendungen empfiehlt sich ein Touch-Controller mit Water Rejection-Technologie, um Fehleingaben durch Regen oder Wassertropfen zu minimieren.
Oberflächenbeständigkeit Chemisch gehärtetes Deckglas verbessert die Kratzfestigkeit, Stoßfestigkeit und Langzeitbeständigkeit bei stark frequentierten öffentlichen Ladestationen.
 

Die Anforderungen an die Touch-Bedienung unterscheiden sich je nach Einsatzumgebung, Benutzergruppe und Funktionsumfang der Ladestation. Anstatt ausschließlich die technischen Eigenschaften der Touch-Lösung zu betrachten, sollten Bedienablauf, Benutzeroberfläche, Touch-Technologie und Umgebungsbedingungen als Gesamtkonzept der HMI-Entwicklung bewertet werden.

Technologien für ein besseres HMI-Bedienerlebnis

Je nach Anwendungsanforderung können folgende Technologien die Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Langzeitperformance zusätzlich verbessern:

  • Projected Capacitive Touch (PCAP): Ermöglicht eine schnelle, präzise und intuitive Multi-Touch-Bedienung für moderne HMI-Anwendungen.
  • Glove Touch: Unterstützt eine zuverlässige Bedienung mit Arbeits- oder Winterhandschuhen in Industrie- und Außenanwendungen.
  • Water Rejection: Reduziert Fehleingaben durch Regen oder Wassertropfen und verbessert die Zuverlässigkeit der Touch-Bedienung unter nassen Einsatzbedingungen. (Mehr erfahren)
  • Chemisch gehärtetes Deckglas: Erhöht die Kratzfestigkeit, Stoßfestigkeit und Langzeitbeständigkeit für öffentliche Ladestationen mit hoher Nutzungsfrequenz.
 

Ein leistungsfähiges HMI für EV-Ladestationen basiert auf weit mehr als einer präzisen Touch-Bedienung. Erst das Zusammenspiel aus intuitivem UI-Design, geeigneter Touch-Technologie und einer an die Einsatzbedingungen angepassten Auslegung schafft eine effiziente, zuverlässige und dauerhaft komfortable Benutzerführung.

4. HMI-Systemarchitektur und Systemintegration

Moderne EV-Ladestationen übernehmen heute weit mehr als die reine Steuerung des Ladevorgangs. Zahlungssysteme, Benutzerauthentifizierung, Kommunikationsschnittstellen, Cloud-Anbindung und das Human Machine Interface (HMI) müssen nahtlos zusammenarbeiten. Das Display dient dabei längst nicht mehr ausschließlich der Informationsanzeige, sondern ist ein zentraler Bestandteil der gesamten Systemarchitektur und arbeitet eng mit Host-Prozessor, Touch-System, GUI sowie Backend-Diensten zusammen. Die gewählte HMI-Architektur hat direkten Einfluss auf Entwicklungsaufwand, Systemzuverlässigkeit und die Erweiterbarkeit zukünftiger Funktionen.

Bei der Entwicklung eines HMI-Systems sollten daher nicht nur die Displayschnittstellen berücksichtigt werden. Ebenso entscheidend sind Prozessorleistung, verfügbare GUI-Entwicklungsressourcen, Softwarearchitektur und die langfristige Produkt-Roadmap. Diese Architekturentscheidungen beeinflussen sowohl Hardware- und Softwareentwicklung als auch Wartung, Servicefreundlichkeit und die Skalierbarkeit zukünftiger Produktplattformen. Deshalb sollten sie bereits in einer frühen Entwicklungsphase berücksichtigt werden.

Wichtige Kriterien für die HMI-Systemintegration

Auswahlkriterium Zu bewertende Aspekte
Systemarchitektur Bewerten Sie, ob ein Standard-TFT-Display, ein Smart-Display oder eine andere HMI-Architektur die Anforderungen hinsichtlich Produktpositionierung, Entwicklungsressourcen und Time-to-Market am besten erfüllt.
Prozessorleistung Stellen Sie sicher, dass MCU, MPU oder Applikationsprozessor ausreichend Leistung für Displayauflösung, GUI-Effekte, Animationen und Kommunikationsaufgaben bereitstellen.
Displayschnittstelle Wählen Sie Schnittstellen wie RGB, LVDS, MIPI DSI, SPI oder HDMI entsprechend der Prozessorkompatibilität und der gesamten Systemarchitektur aus.
Softwareentwicklung Berücksichtigen Sie GUI-Frameworks, Displaytreiber, Entwicklungswerkzeuge und die langfristige Softwarepflege, um Entwicklungsaufwand zu reduzieren und spätere Aktualisierungen zu vereinfachen.
Mechanische Integration Stimmen Sie Displayabmessungen, Befestigungskonzept, Blendendesign und Steckverbinderpositionen auf die mechanische Konstruktion ab, um Montage und Service zu vereinfachen.
Plattformskalierbarkeit Bevorzugen Sie Displayplattformen mit mehreren Größen- und Schnittstellenoptionen, um Produktfamilien effizient zu erweitern und Entwicklungskosten zu reduzieren.
 

Es gibt keine universelle HMI-Architektur, die für jede EV-Ladestation gleichermaßen geeignet ist. Welche Lösung die beste Wahl ist, hängt von den Anforderungen der Anwendung, den verfügbaren Prozessorressourcen, der Produktpositionierung und der langfristigen Entwicklungsstrategie ab. Eine frühzeitige Bewertung dieser Faktoren reduziert Integrationsrisiken und schafft eine Plattform, die sich flexibel an zukünftige Produktgenerationen und zusätzliche Funktionen anpassen lässt.

Die folgende Abbildung zeigt eine typische HMI-Systemarchitektur für EV-Ladestationen sowie das Zusammenspiel zwischen HMI, Ladesteuerung, Cloud-Plattform und den angeschlossenen Subsystemen.

Typical EV Charger HMI System Architecture

Typische Integrationskonzepte für HMIs

Je nach Produktkonzept, verfügbaren Entwicklungsressourcen und Projektzeitplan bieten unterschiedliche HMI-Architekturen jeweils spezifische Vorteile.

Integrationskonzept Typische Einsatzbereiche
TFT-Displaymodul Geeignet für Systeme mit externem MCU oder MPU. Diese Architektur bietet maximale Flexibilität bei Hardwareentwicklung und GUI-Anpassung und eignet sich besonders für Projekte mit eigenen Softwareentwicklungskapazitäten oder hohen Anforderungen an individuelle HMI-Konzepte.
Smart Display Vereint TFT-Display, Touch-Bedienung, Controller und GUI-Plattform in einer integrierten Lösung. Dadurch wird die Prozessorbelastung reduziert, die Systemintegration vereinfacht und die Produktentwicklung beschleunigt.
 

Empfehlungen für eine effiziente HMI-Systemintegration

Neben der Auswahl der geeigneten Displaytechnologie tragen folgende Maßnahmen zu einer effizienteren HMI-Entwicklung bei:

  • Wählen Sie Displayschnittstellen, die mit dem Host-Prozessor kompatibel sind, um die Hardwareintegration zu vereinfachen.
  • Nutzen Sie bewährte GUI-Entwicklungswerkzeuge und Displaytreiber, um Entwicklungs- und Debuggingzeiten zu verkürzen.
  • Entwickeln Sie eine wiederverwendbare HMI-Plattform, die für unterschiedliche Displaygrößen und Leistungsklassen eingesetzt werden kann.
  • Berücksichtigen Sie zukünftige Erweiterungen bereits bei der Planung, beispielsweise für Zahlungssysteme, Mitgliederservices, Fernwartung oder weitere intelligente Funktionen.
 

Eine leistungsfähige HMI-Architektur wird nicht allein durch die Kompatibilität eines Displays bestimmt. Erst das Zusammenspiel von Hardwareplattform, Softwareentwicklung, Systemintegration und langfristiger Skalierbarkeit schafft eine zukunftssichere HMI-Lösung, verkürzt Entwicklungszeiten und erleichtert Wartung sowie spätere Produkterweiterungen.

5. HMI-Zuverlässigkeit und Produktlebenszyklus

EV-Ladestationen sind für einen langfristigen und kontinuierlichen Betrieb ausgelegt. Daher zählt die Zuverlässigkeit des HMI zu den entscheidenden Faktoren bei der Systementwicklung. Neben einer dauerhaft konsistenten Darstellung und zuverlässigen Touch-Bedienung muss das HMI den unterschiedlichsten Einsatzbedingungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg standhalten. Öffentliche Ladestationen sind häufig extremen Temperaturen, Feuchtigkeit, Staub, direkter Sonneneinstrahlung, Vibrationen sowie einer intensiven täglichen Nutzung ausgesetzt. All diese Faktoren beeinflussen die langfristige Stabilität des Gesamtsystems. Der Einsatz industrietauglicher Displaylösungen mit nachgewiesener Zuverlässigkeit trägt wesentlich zu einem störungsfreien Betrieb und einem geringeren Wartungsaufwand bei.

Zuverlässigkeit umfasst jedoch weit mehr als die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Ebenso wichtig sind eine langfristige Produkt-Roadmap, ein durchdachtes Wartungskonzept sowie die langfristige Verfügbarkeit der eingesetzten Komponenten. Produktabkündigungen, Bauteiländerungen oder Unterbrechungen der Lieferkette können kostspielige Neuentwicklungen, verlängerte Wartungszyklen und zusätzlichen Zertifizierungsaufwand verursachen. Industrielle Displaylösungen mit langfristiger Produktverfügbarkeit und umfassendem technischem Support helfen dabei, Entwicklungsrisiken zu reduzieren und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu senken.

Wichtige Kriterien für eine zuverlässige HMI-Auslegung

Auswahlkriterium Zu bewertende Aspekte
Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen Stellen Sie sicher, dass das Display auch bei extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit, Staub, Vibrationen und Außenanwendungen zuverlässig arbeitet.
Dauerbetrieb Bewerten Sie die Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung, die Langzeitstabilität sowie die Gesamtzuverlässigkeit des Displays, um den Wartungsaufwand zu minimieren.
Industriequalität Wählen Sie Displaylösungen, die speziell für anspruchsvolle Industrieanwendungen mit dauerhaft hoher Zuverlässigkeit entwickelt wurden.
Langfristige Produktverfügbarkeit Berücksichtigen Sie Produktlebensdauer und Versorgungssicherheit, um Neuentwicklungen infolge von Produktabkündigungen (EOL) zu vermeiden.
Wartungskonzept Bewerten Sie Servicefreundlichkeit, Modultausch, Ersatzteilstrategie und Wartungseffizienz, um Ausfallzeiten möglichst gering zu halten.
Plattformkonsistenz Bevorzugen Sie Displayplattformen mit mehreren Größen oder kompatiblen Produktfamilien, um Wartung und zukünftige Produktentwicklungen zu vereinfachen.
 

Die Anforderungen an die Zuverlässigkeit unterscheiden sich je nach Einsatzumgebung, Wartungskonzept und geplantem Produktlebenszyklus. Anstatt ausschließlich die technischen Displayspezifikationen zu bewerten, sollten Entwickler Betriebsbedingungen, Wartungsstrategie und langfristige Versorgungssicherheit gemeinsam betrachten, um die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) über den gesamten Lebenszyklus der Ladestation zu reduzieren.

Empfehlungen für eine langfristig zuverlässige HMI-Lösung

Um eine hohe Systemzuverlässigkeit zu erreichen und gleichzeitig den Wartungsaufwand zu reduzieren, empfehlen sich industrielle HMI-Lösungen mit folgenden Eigenschaften:

  • Großer Betriebstemperaturbereich: Gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb in Innenbereichen, teilgeschützten Außenbereichen und vollständig exponierten Außenanwendungen.
  • Lange Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung: Verlängert Wartungsintervalle und reduziert Ausfallzeiten sowie Austauschkosten.
  • Industriequalität: Gewährleistet eine stabile Performance im kontinuierlichen Betrieb anspruchsvoller Anwendungen.
  • Langfristige Produktverfügbarkeit: Unterstützt lange Produktlebenszyklen und reduziert Neuentwicklungen infolge abgekündigter Komponenten.
  • Robuste mechanische Konstruktion: Erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Vibrationen, Stößen und anspruchsvollen Umgebungsbedingungen und eignet sich besonders für stark frequentierte öffentliche Ladestationen.
 

Ein zuverlässiges HMI für EV-Ladestationen entsteht nicht allein durch ein robustes Display. Erst die Kombination aus hoher Umweltbeständigkeit, einer durchdachten Wartungsstrategie, langfristiger Produktverfügbarkeit und einem nachhaltigen Lifecycle-Management sorgt für geringe Ausfallzeiten, reduzierte Folgekosten und eine dauerhaft zuverlässige Systemlösung.

HMI-Designschwerpunkte für verschiedene Typen von EV-Ladestationen

Die zuvor beschriebenen Konstruktionsprinzipien gelten grundsätzlich für die meisten EV-Ladestationen. Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich jedoch die Anforderungen an das HMI erheblich. AC-Wallboxen für den privaten Bereich legen den Schwerpunkt in der Regel auf eine einfache Bedienung, ein kompaktes Produktdesign und hohe Kosteneffizienz. Gewerbliche AC-Ladestationen und DC-Schnellladestationen benötigen dagegen häufig zusätzliche Funktionen wie Benutzerauthentifizierung, Zahlungsabwicklung, mehrsprachige Benutzeroberflächen, Fernverwaltung sowie komplexere Bedienabläufe. Mit steigendem Funktionsumfang wachsen auch die Anforderungen an das HMI.

Deshalb sollte die Auswahl des Displays immer im Zusammenhang mit Bedienablauf, UI-Design, Systemintegration und den vorgesehenen Einsatzbedingungen erfolgen. Anstatt die Displayauswahl ausschließlich anhand der Ladeleistung oder technischer Hardwarespezifikationen zu treffen, sollte die HMI-Architektur konsequent auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung abgestimmt werden.

HMI-Designschwerpunkte nach Ladestationstyp

Typ der Ladestation Schwerpunkte beim HMI-Design
Private AC-Wallbox Im Vordergrund stehen ein einfacher Bedienablauf, eine intuitive Benutzerführung, ein kompaktes Produktdesign und hohe Kosteneffizienz. Da meist nur grundlegende Informationen angezeigt werden, genügt in der Regel ein übersichtlich gestaltetes HMI für den Einsatz im Innenbereich oder in teilgeschützten Außenbereichen.
Gewerbliche AC-Ladestation Das HMI sollte Funktionen wie Benutzerauthentifizierung, Zahlungsabwicklung, Ladeanweisungen und mehrsprachige Benutzeroberflächen unterstützen sowie eine gute Ablesbarkeit im Außenbereich, eine präzise Touch-Bedienung und einen langfristig zuverlässigen Betrieb gewährleisten.
DC-Schnellladestation Erfordert die gleichzeitige Darstellung umfangreicher Informationen wie Ladeleistung, Ladestatus, Tarife, Zahlungsinformationen, Benutzerführung und Systemdiagnose. Größere Displays, eine höhere Informationsdichte und skalierbare HMI-Plattformen bieten hierfür die notwendige Grundlage und ermöglichen zugleich zukünftige Funktionserweiterungen.
 

Es gibt keine universelle Lösung für das HMI-Design von EV-Ladestationen. Selbst Ladestationen mit identischer Ladeleistung können – abhängig von Zielmarkt, Einsatzumgebung und Benutzergruppe – unterschiedliche Anforderungen an Benutzeroberfläche, Bedienablauf und Systemarchitektur stellen. Ein leistungsfähiges HMI orientiert sich daher stets an den tatsächlichen Anforderungen der Anwendung und schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Benutzerfreundlichkeit, Systemintegration, langfristiger Zuverlässigkeit und zukünftiger Erweiterbarkeit, anstatt sich ausschließlich an den technischen Daten des Displays zu orientieren.

WINSTAR Display- und HMI-Lösungen für EV-Ladestationen

Die Anforderungen an ein HMI unterscheiden sich je nach Ladestationstyp, Einsatzumgebung, Systemarchitektur und Produktpositionierung. Die Auswahl einer geeigneten Lösung geht dabei weit über Displaygröße oder technische Spezifikationen hinaus. WINSTAR bietet ein umfassendes Portfolio an TFT-Displaymodulen, Smart-Display-Lösungen und kundenspezifischen Entwicklungsleistungen, einschließlich Touch-Integration, optischer Optimierung und mechanischer Anpassung. Dadurch lassen sich HMI-Lösungen entwickeln, die optimal auf private AC-Wallboxen, gewerbliche AC-Ladestationen oder DC-Schnellladestationen abgestimmt sind – unter Berücksichtigung der eingesetzten Prozessorplattform, der verfügbaren GUI-Entwicklungsressourcen und der jeweiligen Anwendungsanforderungen.

WINSTAR liefert nicht nur Displayhardware, sondern unterstützt Kunden auch bei der Entwicklung kompletter HMI-Lösungen, die auf Systemarchitektur, Controllerplattform und Produkt-Roadmap abgestimmt sind. Dadurch werden Entwicklungszeiten verkürzt und die Systemintegration deutlich vereinfacht.

TFT-Displaymodule

TFT-Displaymodule eignen sich besonders für EV-Ladestationen mit externem MCU, MPU oder Applikationsprozessor, bei denen Hardwarearchitektur, GUI-Entwicklung und Systemfunktionen vollständig individuell gestaltet werden sollen. Dieser Ansatz bietet maximale Flexibilität für Projekte mit eigenen Softwareentwicklungskapazitäten oder Anwendungen, die eine speziell angepasste Benutzeroberfläche und ein individuelles Produktdesign erfordern.

WINSTAR bietet TFT-Displaymodule in zahlreichen Größen, Auflösungen, Helligkeitsstufen, Displayschnittstellen und Touch-Ausführungen an, um unterschiedlichste HMI-Anforderungen zu erfüllen, darunter:

  • Standard-TFT-Displays: Geeignet für Innenbereiche und Anwendungen mit konstanten Lichtverhältnissen.
  • High-Brightness TFT-Displays: Entwickelt für teilgeschützte Außenbereiche und Außenanwendungen mit hohen Anforderungen an die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht.
  • IPS Wide Viewing Angle Displays: Gewährleisten eine gleichbleibende Farbdarstellung und hohen Kontrast über einen großen Betrachtungswinkel – unabhängig von Einbauhöhe oder Blickrichtung.
  • Projected Capacitive Touch (PCAP): Ermöglicht eine schnelle und intuitive Touch-Bedienung und unterstützt Optionen wie kundenspezifisches Deckglas, Handschuhbedienung und Water Rejection.
  • Optische Optimierungsoptionen: Unterstützen Optical Bonding sowie Anti-Glare (AG)- und Anti-Reflective (AR)-Technologien zur Verbesserung von Kontrast und Ablesbarkeit bei hoher Umgebungshelligkeit.
 

Zu den TFT-Displaymodulen

Zu den High-Brightness TFT-Displays

Smart-Display-Lösungen

Für EV-Ladestationen auf MCU-Basis oder Projekte mit kurzen Entwicklungszeiten integrieren die Smart-Display-Lösungen von WINSTAR TFT-Display, Touch-Bedienung, Controller, Kommunikationsschnittstellen und GUI-Entwicklungsplattform zu einer vollständig integrierten HMI-Lösung.

Anstatt das Display direkt über den Host-Controller anzusteuern, übernehmen Smart-Display-Lösungen die Grafikausgabe und Touch-Verarbeitung. Dadurch kann sich der Host-Prozessor auf zentrale Aufgaben wie Ladesteuerung, Zahlungsabwicklung, Kommunikation und weitere Anwendungsfunktionen konzentrieren. Diese Architektur vereinfacht die Systemintegration, reduziert den Softwareaufwand und verkürzt die Time-to-Market.

Vorteile auf einen Blick

  • Vereinfachte HMI-Architektur: Integriert Display-, Touch- und Controllerfunktionen und entlastet dadurch den Host-Prozessor bei der Grafikverarbeitung.
  • Schnellere GUI-Entwicklung: Grafische Entwicklungswerkzeuge vereinfachen die Erstellung von Benutzeroberflächen und reduzieren den Aufwand für die Displayprogrammierung.
  • Unterstützung industrieller Kommunikationsschnittstellen: Unterstützt je nach Systemanforderung CAN, RS485, RS232, UART sowie weitere Kommunikationsschnittstellen.
  • Kundenspezifische GUI-Entwicklung: Ermöglicht Benutzeroberflächen, die optimal auf Ladeabläufe, Benutzerauthentifizierung, Zahlungssysteme und Statusüberwachung abgestimmt sind.
  • Skalierbare Plattformarchitektur: Unterstützt die Entwicklung einer gemeinsamen HMI-Plattform für verschiedene Ladestationsmodelle und Displaygrößen.
 

Zu den Smart-Display-Lösungen

Engineering- und kundenspezifische Entwicklungsleistungen

Neben standardisierten Displayprodukten bietet WINSTAR umfassende Engineering-Dienstleistungen in den Bereichen Displayintegration, Touch-Technologie, optische Optimierung, mechanische Integration sowie UI-/HMI-Entwicklung. Dadurch entstehen HMI-Lösungen, die optimal auf Einsatzumgebung, Systemarchitektur und die Anforderungen moderner EV-Ladestationen abgestimmt sind.

Leistung Kundenvorteil
Optical Bonding Reduziert interne Reflexionen zwischen Display, Touchpanel und Deckglas und verbessert dadurch Kontrast sowie Ablesbarkeit im Außenbereich.
High-Brightness-Displays und optische Optimierung Kombiniert leistungsstarke Hintergrundbeleuchtungen mit IPS-, AG-, AR- und weiteren optischen Technologien, um die Displaydarstellung unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen zu optimieren.
PCAP-Touch-Integration Optimiert die Touch-Performance entsprechend Deckglasstärke, Einsatzbedingungen und Anwendungsanforderungen. Unterstützt unter anderem Handschuhbedienung und Water Rejection.
Mechanische Integration Bietet kundenspezifische Lösungen für Deckglas, Blenden, Befestigungskonzepte und Displayintegration zur Vereinfachung der Produktentwicklung.
Kundenspezifisches UI-/HMI-Design Unterstützt die Planung von Benutzeroberflächen entsprechend Ladeablauf, Informationsarchitektur und Corporate Design.
Technischer Support Bietet technische Beratung zu Displayschnittstellen, Touch-Integration, optischer Auslegung, mechanischer Integration sowie der gesamten Systemintegration.
Skalierbare Displayplattformen Ermöglichen eine gemeinsame HMI-Architektur für verschiedene Ladestationsmodelle durch kompatible Displayplattformen in unterschiedlichen Größen.

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Mit WINSTAR die Entwicklung von HMIs für EV-Ladestationen beschleunigen

Ob private AC-Wallbox, gewerbliche AC-Ladestation oder DC-Schnellladestation mit erweiterten Lade- und Zahlungsfunktionen – WINSTAR bietet TFT-Displaymodule, Smart-Display-Lösungen sowie kundenspezifische Engineering-Dienstleistungen, die optimal auf Ihre Prozessorplattform, Einsatzumgebung, Produktpositionierung und Ihren Entwicklungszeitplan abgestimmt sind.

Durch die Kombination aus Displaytechnologie, Touch-Lösungen, optischer Optimierung, mechanischer Integration und GUI-Entwicklung unterstützt WINSTAR Entwicklungsteams dabei, Integrationsrisiken zu reduzieren, Entwicklungszeiten für HMIs zu verkürzen und leistungsfähige Benutzeroberflächen für EV-Ladestationen mit hervorragender Ablesbarkeit im Außenbereich, hoher Betriebssicherheit und langfristiger Produktverfügbarkeit zu realisieren.

Zu den TFT-Displaymodulen

Zu den High-Brightness TFT-Displays

Zu den Smart-Display-Lösungen

Sprechen Sie mit WINSTAR über Ihr EV-Ladestationsprojekt

 

Häufig gestellte Fragen zu HMIs und Displays für EV-Ladestationen

1. Wie wähle ich das passende HMI-Display für eine EV-Ladestation aus?

Die optimale Displaylösung hängt von der Art der Ladestation, der Einsatzumgebung, den Anforderungen an das HMI und der Systemarchitektur ab – nicht allein von Displaygröße oder Auflösung.

Private AC-Wallboxen benötigen in der Regel eine übersichtliche Benutzeroberfläche mit wenigen Informationen. Gewerbliche AC-Ladestationen integrieren dagegen häufig Funktionen wie Benutzerauthentifizierung, Zahlungsabwicklung und Benutzerführung. DC-Schnellladestationen müssen gleichzeitig Ladeleistung, Ladestatus, Tarife, Zahlungsinformationen und Systemmeldungen darstellen und erfordern deshalb größere Displays sowie leistungsfähigere HMI-Konzepte.

Neben der Displaygröße sollten Entwickler auch Displayhelligkeit, Touch-Technologie, Schnittstellenkompatibilität, Betriebstemperaturbereich, mechanische Integration sowie die langfristige Produktverfügbarkeit berücksichtigen, um Integrationsrisiken und spätere Neuentwicklungen zu vermeiden.

2. Welche Displayhelligkeit wird für eine EV-Ladestation im Außenbereich empfohlen?

Eine pauschale Empfehlung für die Displayhelligkeit gibt es nicht. Die optimale Helligkeit hängt maßgeblich von der jeweiligen Einsatzumgebung ab.

Typische Richtwerte:

  • Innenbereich: ca. 300–500 cd/m²
  • Teilgeschützte Außenbereiche: ca. 500–800 cd/m²
  • Direkte Sonneneinstrahlung: in der Regel 1.000 cd/m² oder mehr

Die Displayhelligkeit allein entscheidet jedoch nicht über die Ablesbarkeit im Außenbereich. Auch Deckglas, Reflexionsverhalten, Kontrast, Betrachtungswinkel sowie Technologien wie Anti-Glare (AG), Anti-Reflective (AR) und Optical Bonding beeinflussen die Sichtbarkeit maßgeblich. Die endgültige Auswahl sollte daher stets unter realen Einsatzbedingungen validiert werden.

3. Welche Displaytechnologien verbessern die Ablesbarkeit im Außenbereich?

Eine gute Ablesbarkeit im Außenbereich entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Display- und optischer Technologien. High-Brightness-Hintergrundbeleuchtungen, IPS-Panels, Anti-Glare (AG), Anti-Reflective (AR) und Optical Bonding tragen jeweils auf unterschiedliche Weise zur Verbesserung der Sichtbarkeit bei.

Wenn nur eine optische Technologie priorisiert werden kann, ist Optical Bonding häufig die bevorzugte Lösung. Durch das Entfernen des Luftspalts zwischen Display, Touchpanel und Deckglas werden interne Reflexionen reduziert, der Kontrast verbessert, die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht erhöht und gleichzeitig die Bildung von Kondenswasser infolge von Temperaturschwankungen verringert.

4. Sollte ich ein Standard-TFT-Display oder ein Smart-Display verwenden?

Ein Standard-TFT-Display eignet sich besonders für Systeme, die bereits über einen MCU, MPU oder Applikationsprozessor verfügen und bei denen die GUI sowie die Softwarearchitektur individuell entwickelt werden.

Smart-Display-Lösungen eignen sich besonders für Projekte, bei denen Entwicklungszeiten verkürzt, der Softwareaufwand reduziert oder die Markteinführung beschleunigt werden sollen. Durch die Integration von Display, Touch-Controller und GUI-Plattform in einer einzigen Lösung wird der Host-Prozessor entlastet und die Systemintegration vereinfacht.

Welche Lösung die bessere Wahl ist, hängt von den verfügbaren Entwicklungsressourcen, dem Projektzeitplan und den Produktanforderungen ab – nicht ausschließlich von den Hardwarespezifikationen.

5. Sollte ich für eine EV-Ladestation ein TFT-LCD oder ein OLED-Display einsetzen?

Sowohl TFT-LCD als auch OLED bieten jeweils spezifische Vorteile. Welche Displaytechnologie die bessere Wahl ist, hängt von den Anforderungen der Anwendung und den jeweiligen Einsatzbedingungen ab.

Für industrielle EV-Ladestationen ist TFT-LCD heute die am häufigsten eingesetzte Displaytechnologie. Ausschlaggebend dafür sind die hohe Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb, die langfristige Produktverfügbarkeit, die einfache Systemintegration sowie die gute Wirtschaftlichkeit.

OLED überzeugt durch hohen Kontrast, selbstleuchtende Pixel und sehr kurze Reaktionszeiten und eignet sich daher für bestimmte HMI-Anwendungen. Für EV-Ladestationen mit kontinuierlichem Betrieb, überwiegend statischen Benutzeroberflächen und langen Produktlebenszyklen bleibt TFT-LCD jedoch die am häufigsten eingesetzte Lösung.

Die endgültige Entscheidung sollte sich daher an Produktpositionierung, Einsatzumgebung, geplanter Lebensdauer und den Anforderungen des Gesamtsystems orientieren – nicht ausschließlich an einzelnen Displaykennwerten.

6. Wie lassen sich zukünftige Redesigns vermeiden?

Da EV-Ladestationen für lange Produktlebenszyklen ausgelegt sind, empfiehlt sich der Einsatz industrieller Displays mit langfristiger Produktverfügbarkeit, stabilen Spezifikationen, Product Change Notification (PCN) sowie umfassendem technischem Support. Dadurch lassen sich zukünftige Redesigns vermeiden.

Bereits während der Entwicklung sollten Displays unter extremen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung, Vibrationen, hoher Luftfeuchtigkeit, ESD-Belastung und Dauerbetrieb validiert werden. Ebenso sollten Displayschnittstellen, Touch-Performance, Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung sowie die mechanische Integration sorgfältig überprüft werden.

Darüber hinaus erleichtert eine gemeinsame HMI-Plattform sowie der Einsatz kompatibler Displayfamilien mit unterschiedlichen Größen, Helligkeitsstufen und Schnittstellenoptionen zukünftige Produktpflege, reduziert Wartungskosten und verbessert das Lifecycle-Management über den gesamten Produktlebenszyklus.

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